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E-HEALTH REPORT: ELGA fehlt Innovationskraft

Freitag, Dezember 2nd, 2011

E-HEALTH REPORT AUSTRIA: ELGA fehlt Innovationskraft, um „Generation Facebook“ zu überzeugen

Wien, 02. Dezember 2011 – „Dr. Google“, „Online-Arzt“, „ELGA“, „Datenschutz“, „Tele Care“, „Implantierter Datenchip“. Dies sind nur einige Themen, denen der aktuelle E-HEALTH REPORT AUSTRIA auf Basis einer repräsentativen Online-Befragung zu den Einstellungen und Präferenzen von 507 ÖsterreicherInnen zwischen 3. Oktober und 15. November auf den Grund gegangen ist.

Mehrheit der ÖsterreicherInnen hat eine positive Einstellung zu ELGA – “Generation Facebook” ist kritisch

Die Mehrheit der österreichischen Bevölkerung sieht der bevorstehenden Einführung des elektronischen Gesundheitsaktes (ELGA) sehr positiv (20,4%) bzw. positiv (35,2%) entgegen. 29,9% haben dazu eine neutrale Einstellung und nur 9% sehen ELGA als negativ bzw. 5,5% als sehr negativ. Allerdings äußern 68,4% zumindest Bedenken, dass ihre Gesundheitsdaten im Zuge einer elektronischen Speicherung leichter missbraucht werden könnten. Auf die Frage, „werden Sie aus jetziger Sicht von Ihrem Recht Gebrauch machen, bei einer tatsächlichen Einführung der ELGA der elektronischen Speicherung Ihrer Gesundheitsdaten in ELGA zu widersprechen?“, antworten 69,4% mit Nein, aber 30,6 % mit Ja.

Auffallend kritisch wird ELGA vor allem von der jüngeren Generation (20 bis 29 Jahren) gesehen. In dieser Altersklasse antworten 44%, dass Sie aus heutiger Sicht der elektronischen Speicherung Ihrer Gesundheitsdaten in ELGA widersprechen werden. „Ob ELGA in Österreich ein Erfolg wird, hängt sehr stark davon ab, ob vor allem die junge Generation, deren Einfluss auf die Elterngeneration beträchtlich ist, von ELGA überzeugt wird“, meint Dr. Georg Lankmayr, Studienautor und Geschäftsführer von INSET.

Innovative E-Health Dienste gewünscht

Die Mehrheit der österreichischen Bevölkerung wünscht sich, gesundheitsbezogene Informationen auf Ihrem Mobiltelefon oder Ihrem PC zu erhalten. Dabei werden insbesondere Erinnerungsdienste für die nächsten Impfungen (50,9%), die nächste Vorsorgeuntersuchung (47,1%) und den nächsten Zahnarztbesuch (41,4%) als besonders nützlich angesehen. Aber auch Erinnerungsdienste für Nachuntersuchungs- (40,6%) und Therapietermine (37,3%) würden ÖsterreicherInnen bei entsprechendem Angebot nutzen. Für ein derartiges Service wären 16,1% sogar bereit, den Hausarzt zu wechseln und 17,1% würden sich dafür nach Vertragsende ein Smartphone zulegen. Fast die Hälfte aller österreichischen BürgerInnen könnte sich vorstellen, in Zukunft einen kompetenten Online-Arzt-Service in Anspruch zu nehmen. Davon würden sich 73,7% gerne mittels Online-Arzt eine zweite Meinung zu einer bestehenden Diagnose einholen und 61,1% den Online Arzt für nähere Erklärungen in Anspruch nehmen. Die direkte Diagnose mittels Online-Arzt halten immerhin noch 41% für vorstellbar.

Mobile Zusatzdienste als Chance für ELGA

„Anhand der Daten zeigt sich ein hohes Potenzial für innovative Gesundheitsdienste in der Bevölkerung, was insgesamt eine große Chance für ELGA darstellt“, meint Dr. Georg Lankmayr resümierend. Eine Strategie, um auch die junge Bevölkerung von ELGA zu begeistern und eine breite Akzeptanz zu schaffen, liegt in der Konzeption und Implementierung mobiler Zusatzdienste. Dabei würden innovative Geschäftsmodelle unter Einbindung unterschiedlicher Akteure im Ökosystem Gesundheit große Synergien schaffen. So könnten etwa Mobilfunkbetreiber ihr Know How aus Projekten wie Mobile Parking einbringen und wertvolle Zusatzdienste bereitstellen. Dies wäre eine gute Möglichkeit, um den Nutzen von ELGA für die österreichischen BürgerInnen in den Vordergrund zu stellen.

Über INSET

INSET führt strategische Forschungs- und Beratungsprojekte in den Themenfeldern „ICT & Society, Mobile Business & Collaboration, eGovernance & eInclusion, eHealth, eMobility & Smart Grids, Social Media und Cloud Computing“, durch. INSET vertritt eine interdisziplinäre Forschungs- und Beratungsphilosophie. Wir unterstützen Unternehmen und staatliche Organisationen dabei, die Schlüsseltrends im IKT-Bereich zu identifizieren, zukunftsfähige Strategien zu entwickeln und innovative Produkte erfolgreich zu vermarkten.

Rückfragehinweis:
Mag. Elisabeth Marschoun
Business Development Management
INSET RESEARCH & ADVISORY
Unternehmensberatung GmbH
Brucknerstraße 2/2
1040 Vienna, Austria
T +43 1 505 87 96 10
F +43 1 505 87 96 20
elisabeth.marschoun@inset-advisory.com
www.inset-advisory.com

IT im Gesundheitswesen

Dienstag, September 21st, 2010

Dr. Georg Lankmayr hielt den Vortrag „Strategische Erfolgsfaktoren für eine hohe Akzeptanz von ELGA-Services“ auf der CMG-AE Tagung. Im Mittelpunkt der Präsentation standen die Vorteile und die Notwendigkeit eines mobilen Zugriffs auf ELGA durch die verschiedenen Zielgruppen.

Weitere Informationen: CMG-AE

Serie: Mobile Business 2006 | Öffentlicher Sektor

Montag, Mai 1st, 2006

Mobile Healthcare und Mobile Government Solutions. Titelgeschichte von Georg Lankmayr im Fachmagazin Monitor (Ausgabe 05/06).

MONITOR Online | www.monitor.co.at – 05/2006
http://www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/8183

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